Leerstellentexte (HS/S1)

 

Text 1

Text 2

Text 3

Text 4

Text 5

Text 6

Text 7

Text 8

Text 9

Text 10



Was sind Leerstellentexte?
Der Spruch "Lesen ist Abenteuer im Kopf" ist hinlänglich bekannt. Denn jede Geschichte lebt von den persönlichen Vorstellungen des Lesers. Genau an dieser Stelle setzt diese Textsorte an. Die Leerstellentexte sind nicht vergleichbar mit den herkömmlichen Lückentexten. Vielmehr sind es Texte, die die Fantasie des Lesers anregen.

 

Charakteristisches an Leerstellentexten:
Häufig finden sich in den Texten keine näheren Erklärungen und Erläuterungen zu diversen Inhalten. So kommt z. B. in einem Text nur das Wort "sie" vor. Jedem Leser bleibt es nun selbst überlassen, sich ein individuelles Bild zu dieser Person vorzustellen. "Sie" kann z. B. eine alte oder junge Frau sein.

Leerstellen

  • lassen dem Leser persönliche Fragen zu.
  • machen ihn neugierig und regen die Fantasie an.
  • bieten die Möglichkeit, den Text individuell auszugestalten.

 

Einsatz im Unterricht:
Die Leerstellentexte sollen den Schülern zeigen, dass zu einem Ausgangstext unterschiedliche Ergebnisse erzielt werden können. Dabei steht die eigene Fantasie im Mittelpunkt der Auseinandersetzung.
Da die Texte nähere Informationen nicht ausführen, können die Schüler selbstständig weitere Inhalte erfinden. Die Fragen zur Ausgestaltung des Textes sind für die Schüler eine Hilfestellung, den Text näher zu bearbeiten. Diese Fragen sollen vor dem Verfassen des Textes ...

 

Weiterführende Einsatzmöglichkeiten:

  • Anhand der Abbildungen und Stichworte werden neue Leerstellentexte verfasst.
  • Entwurf weiterer Texte in einer Partnerarbeit. Jeder Schüler schreibt anhand einer Stichwortliste einen Leerstellentext für seinen Partner. Der Partner arbeitet diesen Text aus. Anschließend werden die Texte verglichen. Weiterführend können Unterschiede zu den ...
  • ...

 


Auszug aus Text 1:

 


Auszug aus Text 2:

Leerstellentext:
Eines Tages brachte jemand zur Hütte kleine Kätzchen, die gefunden worden waren. Als wir sie erblickten, wollte unbedingt jeder ein Kätzchen. Auch ich wollte gerne eines haben. Doch da fiel mir meine Mutter ein, die die Katzen nicht mochte. Trotzdem nahm ich mir eines, in der Hoffnung, dass ich sie mir behalten könnte. Zu Hause waren sie leider nicht sehr erfreut, aber ich durfte mir die Katze unter einer Bedingung behalten, dass ich alleine für sie sogren müsse.

 

Fragen zur Ausgestaltung des Textes:

  • Wer brachte die Kätzchen zur Hütte?

  • Wie viele Kätzchen waren es?

  • Wer ist mit "wir" gemeint?

  • ...

 


Auszug aus Text 3:

Fragen zur Ausgestaltung des Textes:

  • Wer ist mit "sie" gemeint? Ist es eine alte oder junge Person?
  • Warum wünschte sie sich ein Meerschweinschen?
  • Welcher große Tag ist gemeint, als ihr das Tier versprochen wurde?
  • Wer könnte die zweite Perosn sein, mit der sie zum Geschäft ging?
  • Wo befand sich das Zoogeschäft?
  • Warum wollte sie nun doch lieber eine Wüstenspringmaus?
  • Aus welchem Grund könnte sich die zweite Person fürchten?
  • Welche gute Idee könnte ihr eingefallen sein?

...

 


Auszug aus Text 4:

Leerstellentext:
Wie jeden Tag sollte das Pferd geritten werden. aber gerade an diesem Tag hatte es überhaupt keine Lust dazu. Viel lieber würde es im Stall bleiben. Doch es dauerte nicht lange, da holte der Besitzer schon den Sattel. Kurze Zeit später wurde das Pferd aus dem Stall getrieben. Der Reiter schwang sich in den Sattel und schon konnte es losgehen. Aber das hatte er sich zu einfach vorgestellt.

...

 


Auszug aus Text 5:

Leerstellentext:
Er nahm sich vor, während der kalten Jahreszeit jeden Tag zu den Wildenten zum Teich zu gehen. Denn häufig hatte er altes Brot übrig, welches er ihnen verfüttern wollte. Einige Tage klappte sein Vorhaben. Doch als er wieder zum Füttern zum Teich kam, musste er entdecken, dass viele der Enten verschwunden waren. Er dachte sich nur, dass auf diese Weise die anderen Enten mehr bekommen würden. Als er nächsten Tag wieder kam, waren noch weniger Enten hier. Nun wurde er langsam stutzig. Er sah sich in der näheren Umgebung um, und da machte er eine Entdeckung.

...

 


Auszug aus Text 6:

Fragen zur Ausgestaltung des Textes:

  • Wie sah die Spinne aus?

  • In welcher Familie lebte die Spinne? Wie viele Familienmitglieder gab es in der Wohnung oder in diesem Haus?

  • Wo webte die Spinne bisher ihre Netze?

  • Warum war es ihr wichtig, dass sich viele Insekten verfingen?

  • Welche Ortschaften könnte die Spinne in Erwägung gezogen haben, wo sie ihr neues Netz weben wollte? Welche Vor- und Nachteile gab es dort?

  • In welcher Weise reagierten die einzelnen Familienmitglieder?

  • Was könnte die Spinne alles erlebt haben, bis sie zu ihrem neuen Wohnplatz gelangte?

  • Welchen neuen Platz suchte sich die Spinne aus welchem Grund aus?

....


Auszug aus Text 7:

 


Auszug aus Text 8:

Fragen zur Ausgestaltung des Textes:

  • Wie könnte der Floh von seiner Familie genannt worden sein? Wie viele Mitglieder hatte die Flohfamilie?
  • Was könnten die anderen Flöhe gesagt haben, als er sich entschloss wegzuhüpfen?
  • Warum könnte er den Hund verlassen haben?
  • Wo könnte der Floh zuerst gelandet sein?
  • Warum war er mit seiner Landewahl nicht glücklich?
  • Was veranlasste ihn, diesen Platz wieder zu verlassen?
  • Wo könnte er das zweite mal gelandet sein?
  • Warum gab es hier genug Nahrung? Was könnte seine Nahrung sein?>
  • Aus welchem Grund könnte sein Landeplatz nervös geworden sein?
  • Was könnte der Floh in weiterer Folge dort erleben?<

...

 


Auszug aus Text 9:

Leerstellentext:
Der freche Spatz fühlte sich in seiner Umgebung recht wohl. Dorthin kamen nämlich viele Leute, die immer wieder etwas für ihn fallen ließen. Mit der Zeit wurde er natürlich immer frecher. Er flog sogar direkt in die Einkaufskörbe der Passanten, um sich "seinen Anteil" an Nahrung herauszupicken. Doch eines Tages traf er auf eine falsche Person. Der Spatz hätte in seinen kühnsten Träumen nicht gedacht, dass ihm so etwas widerfahren könnte.

...

 


Auszug aus Text 10:

Leerstellentext:
Jeden Morgen saß der Hahn auf seinem Stammplatz, um die Leute des Hauses zu wecken. Für ihn war es enorm wichtig, jeden Tag zur gleichen Zeit zu krähen. Denn auf Pünktlichkeit war er sehr erpicht. Doch eines Morgens verschliefen sich die Leute, denn der Hahn gab nicht sein Zeichen zum Aufstehen. Erst Stunden später wurden sie munter. Aufgeregt liefen die Leute zum Stall, um nach dem Hahn Ausschau zu halten. Doch von ihm fehlte jede Spur. Lediglich seine Hennen liefen aufgescheucht umher.

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Autor: Petra Öller   -
Zentrum für innovative Pädagogik an der Pädagogischen Akademie der Diözese Linz
Layout. Elke Wöß
Letzte Aktualisierung:   17. September 2001

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