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Josef
STROBL und Alfons KOLLER
Schlagworte wie "Information
Superhighway", "Datenautobahn" und "Cyberspace" sind heute in aller Munde,
der konkrete Nutzwert des hinter diesen Begriffen stehenden fortschreitenden
Ausbaus digitaler Kommunikations-Infrastruktur ist jedoch in vielen Bereichen
noch nicht in vollem Umfang bekannt. Handelt es sich "nur" um eine Modewelle
rund um eine neue elektronische Spielerei, oder ist hier eine grundlegende
Umgestaltung von Gesellschaft und Wirtschaft im Anlaufen, vergleichbar
nur mit der "industriellen Revolution"?
Ohne gleich diese
weiterführenden Fragestellungen vorrangig aufgreifen zu wollen, soll dieser
kurze Beitrag vor dem Hintergrund des an immer mehr Schulen verfügbar
werdenden Internet-Zuganges Orientierungshilfen auf mehreren Ebenen bieten.
Mit Sicht auf das Fach GW und auf von diesem mitbetreute, fächerübergreifende
Themen werden mehrere Funktionen des Internet angesprochen: es dient heute
als Kommunikationsmedium, als weltweite Informationsresssource, als zentrale
Bezugsquelle für digitale Medien und Materialien (für Österreich) und
es ist zugleich Gegenstand von Überlegungen über die zukünftigen Folgen
der rasanten Entwicklung digitaler Telekommunikation.
Für den Lehrer im
Fach GW ergeben sich daher zahlreiche Motivationen, zumindest eine grundlegende
Vertrautheit mit weltweiten elektronischen Netzen anzustreben: sie verändern
die effektive Raumstruktur der Welt, sie dienen als Kommunikationsmedien
mit Fachkollegen und Weiterbildungseinrichtungen, als Informationsspeicher
und zugleich Bezugsquelle für eine unermeßliche (wenn auch schlecht strukturierte)
Fülle von Materialien. Wie auch immer man persönlich zu Computern und
Netzwerken stehen mag: an der Notwendigkeit genauerer Information führt
wohl kein Weg vorbei!
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Das Internet ist keine
zentrale Organisation, sondern ein loser Verbund einer laufend stark zunehmenden
Anzahl von Rechnern. Die erforderlichen Vereinbarungen zur erfolgreichen
Kommunikation werden über standardisierte Abläufe von Vorschlägen, Kommentaren
und Abstimmungen geschlossen. Als Basis-Infrastruktur des Internet werden
einige zentrale Rechner meist von akademischen Einrichtungen betrieben,
Verbindungsleitungen zwischen diesen werden von staatlichen und internationalen
Forschungsorganisationen bereitgestellt.
Derzeit spielen kommerzielle
Anbieter von netzbasierten Informationen und Dienstleistungen zugleich
als Betreiber von Netzknoten, den Bausteinen des Internet, eine zunehmende
Rolle. Das Internet entwickelt sich zur Zeit von einem vorwiegend akademischen
Forum immer stärker in Richtung kommerzieller Dienste. Das stark
steigende Datenverkehrs-Aufkommen erfordert auch den Ausbau der "Bandbreite"
(des maximalen Durchsatzes) von Datenleitungen, die mittelfristig von
Telekom-Firmen nicht nur bereitgestellt, sondern auch betrieben werden.
Damit wird sich die Kostenstruktur aller Dienste mit Sicherheit verändern,
ohne daß diese zukünftige Entwicklung heute im Detail absehbar ist. Jedenfalls
ist das heutige Internet wohl nur die Vorstufe einer globalen digitalen
Telekommunikations-Infrastruktur.
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Der gemeinsame technische
Nenner des Internet ist die Vereinbarung einer gemeinsamen Sprache, eines
sogenannten "Protokolls" (tcp/ip) zum Datenaustausch in Netzen. Diese
Sprache als Trägermedium machen sich nun zahlreiche unterschiedliche Kommunikationsdienste
zunutze, die uns am Rechnerarbeitsplatz als konkrete Programme zur Verfügung
stehen. Diese Programme sind durchwegs im Sinne eines Client-Server Konzeptes
realisiert: Informationen werden an oder über einen "Server" versandt
oder bezogen und im jeweiligen lokalen "Client"-Programm aufbereitet.
Internet-Netzknotenrechner stellen als Server verschiedenste Dienste meist
permanent zur Verfügung, der eigene Client (oft ein PC) als Endknoten
wird nur während der eigenen Arbeitszeit im Netz aktiviert. Die wichtigsten
Internet - Dienste wollen wir hier kurz vorstellen:
Als grundlegendster
Dienst und auch als "Einstiegsdroge" in allen elektronischen Netzwerken
dient das Versenden von Mitteilungen. Diese werden vom Absender an eine
oder mehrere Personen adressiert. In vielen Bereichen löst E-Mail heute
die konventionelle Post bereits zum Großteil ab, der Vorteil liegt im
extrem raschen Austausch kurzer, auf das Wesentliche beschränkter Mitteilungen
mit der Möglichkeit der direkten Einbeziehung anderer digitaler Dokumente
(z.B. Bilder). Während E-Mail auch in vielen anderen Netzwerken verfügbar
ist, besteht von den meisten dieser Systeme - wie z.B. CompuServe - eine
Verbindung (ein "gateway") in das Internet, sodaß elektronische Mitteilungen
zwischen praktisch allen offen erreichbaren Computernetzen ausgetauscht
werden können.
- Datentransfer (mittels
ftp, 'file transfer protocol')
Die Übertragung auch
größerer digitaler Datenbestände ermöglicht den weltweiten Bezug von bildlichen
bzw. textlichen Materialien oder auch von Programmen in kürzester Zeit.
Mittels 'ftp' können Daten von und zu allen Internet-Knotenrechnern
übertragen werden, zu denen man über eine Benutzerberechtigung verfügt.
Darüber hinaus sind manche Rechner als 'anonymous ftp server' konfiguriert
und stellen Informationen global jedem beliebigen Interessenten zur Verfügung.
- Fernbedienung von
Rechnern (telnet)
In manchen Fällen
wird man in direkten Kontakt mit einem entfernten Rechner treten wollen,
z.B. um eine Datenbank abzufragen oder ein anderes Programm dialogorientiert
zu benützen. Verfügt man über eine Benützerberechtigung an diesem Rechner,
so kann über eine 'telnet-Sitzung' von jedem Internet-Arbeitsplatz
aus dieser Dialog abgewickelt werden.
Das WWW ist streng
genommen kein eigener Dienst, sondern eine Navigations- und Bedienungsoberfläche
für unterschiedliche Dienste im Internet. Man könnte die Rolle des WWW
für das Internet mit der einer Bedienungsoberfläche (wie z.B. MS-Windows)
für ein Betriebssystem (z.B. DOS) vergleichen. Das WWW ist ein Multimedia-
wie auch ein Hypermedia-System: es unterstützt nicht nur textliche Information,
sondern kann auch Bilder, Töne, Animationen und Filme etc. übertragen
und präsentieren (wenngleich dazu leistungsfähige Datenleitungen erforderlich
sind). Als Hypermedia-System ist es netzwerkartig organisiert, durch Anklicken
von "Stichworten" (hyperlinks) werden direkte Verweise auf andere Informationen
vollzogen - ähnlich wie im Windows - Hilfesystem.
Die Arbeit im World
Wide Web erfordert eine WWW-Lesesoftware (WWW client oder WWW
browser) am jeweils eigenen (lokalen) Rechner und über eine URL-Adresse
(siehe unten) Zugriff auf einen WWW-Server, bzw. die "Leitseite" ("home
page") einer Institution oder Person. Über "hyperlinks" verbindet
man sich dann zu anderen WWW-Servern weiter, bis man solcherart die gewünschte
Information gefunden hat. Auf Grund des vergleichsweise hohen Bedienungskomforts
und der resultierenden effizienten Erschliessung umfassendster Informationen
stellt WWW heute das weitaus am stärksten wachsende Segment im Internet
dar.
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Genauso wie bei anderen
Diensten zur Übermittlung von Informationen und Gütern müssen für Absender
und Empfänger eindeutige Adressen vereinbart sein. Adressen sind meist
hierarchisch aufgebaut, wie wir es auch vom Schema postalischer Adressen
(Staat > Postleitzahl bzw. Ort > Straße > Hausnummer
> Wohnungsnummer) gewohnt sind. In der globalen Domäne des Internet
werden numerische wie auch besser lesbare textliche Adressen verwendet,
die einander exakt entsprechen und weltweit eindeutig sind.
Numerische Adressen
bestehen aus 32 Bit, die in Vierergruppen von Byte-Zahlen (Höchstwert
255) dezimal angeschrieben werden, also z.B. 141.201.3.55, wobei diese
Adresse von links nach rechts zu lesen ist, also links die allgemeineren,
rechts die spezielleren Bestandteile stehen: 141.201 steht für die Universität
Salzburg, .3 für das Institut für Geographie und .55 für einen konkreten
Netzknoten, einen spezifischen Rechner.
Textliche Adressen
bestehen aus 2 bis 5 mit Punkten getrennten Bestandteilen, z.B. dgeo55.geo.sbg.ac.at:
hier kann man von rechts nach links lesen, at (AusTria) steht für
Österreich, ac (ACademic) für Universitäten, sbg für SalzBurG,
geo für GEOgraphie und dgeo55 ist wiederum der oben bereits
erwähnte Netzknoten. In vielen Fällen kann die Bezeichnung eines physischen
Rechners (hier: dgeo55) auch weggelassen werden. Der verbleibende
"Rest" der Adresse (geo.sbg.ac.at) bezeichnet dann eine "Domäne",
die in diesem Fall mit einem Institutsbereich ident ist und als logische
Einheit verwaltet wird. So sind z.B. häufig Benutzerkennungen und damit
auch Mail-Adressen (siehe unten) innerhalb einer Domäne gleich. Auf diese
Art kann nun jeder ins Internet integrierte Rechner weltweit eindeutig
identifiziert werden, eine derartige Rechneradresse ist zugleich auch
der zentrale Bestandteil anderer Adressen:
Personen werden über
ihre jeweilige Identifikation (Benutzerkennung) an einem Netzknoten oder
in einer Domäne (logische Gruppe mehrerer Netzknoten, z.B. ein Institut)
adressiert: der jeweilige Benutzername wird als Präfix mit dem Trennzeichen
@, oft gesprochen als 'at', vor den Rechnernamen gestellt, z.B. jstrobl@geo.sbg.ac.at.
Für das Senden von E-Mail ist dies bereits eine vollständige Adresse.
Bei anderen Diensten ist nicht die Adresse einer Person, sondern z.B.
einer Datei erforderlich. Im Rahmen des WWW lautet die Adresse der Gemeindegrenzdatei
von Salzburg (generalisiert, im Arc/Info bzw. ArcView - Format):
ftp://ftp.geo.sbg.ac.at/pub/gw-unterricht/grenzen/sbg.e00
Vor dem Rechnernamen
steht hier der Typ der adressierten "Ressource", wobei z.B. ftp
für eine mittels ftp zu übertragende Datei steht, file für eine
anzuzeigende Textdatei und http für eine Hypertext-Datei nach WWW-Konventionen.
Rechts vom Rechnernamen steht der volle Pfadname der angesprochenen Datei,
dessen Komponenten mit "normalen" Schrägstrichen getrennt sind. Insgesamt
wird eine derartige Adresse als "Universal Resource Locator" (URL)
bezeichnet: entsprechend einem bibliographischen Zitat können mit einem
URL digitale Informationen eindeutig lokalisiert werden.
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Für den Zugang zum
Internet ist eine Datenleitung zu einem Netzknoten erforderlich. Während
etwa zwischen Universitäten die internen Netzwerke (Local Area Networks,
LAN) direkt mittels leistungsfähiger Datenleitungen verbunden sind (z.B.
mittels Metropolitan Area Networks, MAN) und diese solcherart einen
wesentlichen Bestandteil des Internet selbst bilden, ist der Zugang von
beliebigen anderen Punkten aus nicht so leicht herzustellen.
Schulen sind hier
heute meist in derselben Situation wie jeder private Haushalt, als Zugangsmedium
zum Internet bietet sich ein Telefonanschluß an. Durch Anwählen eines
direkt und permanent im Internet integrierten Rechners (Netzknoten) kann
eine temporäre Verbindung aufgebaut werden, wenn die Rechner auf beiden
Seiten mit einem Modem (Schalteinheit zwischen Rechner und Telefonleitung)
und der erforderlichen Software ausgestattet sind. Wenn man nicht direkt
Zugang zu einem universitären Netz erhält, muß man sich des Einwahlknotenrechners
eines kommerziellen Anbieters ("Internet Provider") bedienen, wofür
Grund- bzw. Zeitgebühren zu entrichten sind. Darüber hinaus ist die jeweilige
Telefongebühr bis zum Einwahlpunkt zu berücksichtigen, die bei längerer
Aktivität durchaus ins Gewicht fallen kann.
Das Feld dieser kommerziellen
Anbieter verändert sich in Umfang und Leistungsprofil (nicht jeder Anbieter
bietet gleichermaßen komfortablen Zugang zu allen Internet - Diensten)
noch sehr schnell, sodaß hier nur einige Alternativen beispielshaft und
ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit oder Repräsentativität aufgezählt
werden können:
|
Anbieter
|
Anmerkungen
|
Zugangspunkt
|
Telefon
|
| PAN/BTX
(Post) |
nicht
alle Internet-Dienste |
österreichweit
Ortstarif |
|
| CompuServe |
umfassende
Datenbank |
Wien,
gegen zusätzliche Zeitgebühr österreichweit Ortstarif |
0660
8750 |
| PING |
|
Landeshauptstädte |
0222
3194336 |
| EUNET |
"klassischer
Provider" |
Landeshauptstädte |
0222
3174969 |
| IBM |
bes.
für OS/2 Anwender |
Geschäftsstellen |
0222
21145 0 |
| Post-RAC-Spardat |
|
|
0222
74045 |
| Net4You |
Regionalanbieter |
Villach,
Klagenfurt |
04242
257367 |
| magnet |
keine
Zeitgebühr! |
Landeshauptstädte |
0222
5237767 |
Neben diesen kommerziellen
Anbietern stehen Schulen und Lehrern auch spezielle Zugänge zur Verfügung,
die jeweils regional unterschiedlich sind. So ist etwa in Oberösterreich
ein Netz an den jeweiligen Bezirkshauptmannschaften in Aufbau und auch
an mehreren Universitäten bestehen direkte Zugangsmöglichkeiten.
Die typischen Kosten
setzen sich bei kommerziellen Anbietern aus einer Anmeldegebühr (typischerweise
einige hundert öS), einem monatlichen Mitgliedsbeitrag (100-300 öS) und
nutzungsabhängigen Zeitgebühren zusammen - zuzüglich der jeweiligen Telefongebühren.
Diese Angaben können jedoch nur der groben Orientierung dienen, je nach
Wettbewerbslage und Auslastung werden laufend "Einstiegsaktionen" und
für bestimmte Benutzertypen zugeschnittene Sonderkonditionen angeboten.
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Die für den GW Unterricht
im Internet verfügbaren Materialien sind heute nicht mehr zu überblicken,
daher können hier nur einige Kategorien erwähnt und "Einstiegspunkte"
für die eigene Suche vermittelt werden. Gerade vor dem Hintergrund knapper
Lehrmittelbudgets, des raschen Veraltens vieler Medien und des immer weniger
standardisierten Unterrichts (Wahlpflicht-Fächer, Projektunterricht, fächerübergreifender
Unterricht) ist ein kostengünstiger und flexibler Zugang zu nahezu unbeschränkten
Ressourcen "unbezahlbar", einige Beispiele:
- Regionalstatistische
Daten: Ergebnisse der Volkszählungen und anderer Erhebungen.
- Digitale Geodaten:
Verwaltungsgrenzen, topographische und andere Karten.
- Fernerkundungsdaten:
Luft- und Satellitenbilder, Meteosat.
- Umwelt(meß)daten:
Luft- und Wasserqualität, Strahlenbelastung.
- Öffentliche Medien:
CNN, ORF, Standard, Spiegel
- Software: Neben
allen diesen Daten in verschiedensten Kategorien kann auch Software
(kostenlos als freeware oder "zum Ausprobieren" als günstige
shareware) über das Netz bezogen werden (z.B. "Leben in den Tropen").
Neben umfassenderen Programmen zur Computerkartographie, Statistik,
Bildverarbeitung etc. sind zahlreiche speziellere Programme verfügbar,
die sich zur Visualisierung und interaktiven Präsentation von Themen
eignen, die mit herkömmlichen linear-passiven Medien nur schwer zu vermitteln
sind (z.B. Simulation dynamischer Prozesse in GeoSim).
Die größte Schwierigkeit
der Arbeit mit Materialien aus dem Internet liegt offensichtlich nicht
im Angebot als solchem, sondern vorwiegend in dessen Strukturierung und
Erschließung. Besonders hier wirkt sich die "anarchische Konzeption" des
Internet nachteilig aus, da es keinen zentralen Katalog gibt.
Gewisse Abhilfe schaffen
hier zahlreiche Suchhilfen, die z.B. nach Stichworten oder Dateinamen
das gesamte Internet oder auch periodisch aktualisierte Indizes an bestimmten
Netzknoten durchsuchen können. Derartige Suchläufe sind jedoch oft zeitaufwendig,
zwangsläufig unvollständig und nicht immer eine effiziente Methode zur
Informationssuche.
Hat man Zugang zu
fachverwandten Einstiegspunkten ("home pages"), so findet man dort
häufig Sammellisten mit Verweisen auf fachspezifisch interessante andere
Angeboten im Internet (sog. "hotlists"). Über diese Listen von
"hyperlinks" hat man sehr raschen Zugang zu einer Vielfalt von
Quellen bestimmter Interessensbereiche. Gerade an Universitätsinstituten
wird man häufig gute Sammlungen von Quellen des jeweiligen Fachbereiches
finden.
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Am Institut für Geographie
der Universität Salzburg wird derzeit auf Initiative der Autoren dieses
Beitrags und unter Mithilfe von Kollegen und Studenten ein Informationsangebot
aufgebaut, das konkrete didaktische Materialien enthält und den Einstieg
in die weitere Welt des Internet erleichtern soll. Derzeit ist der Zugang
über anonymous ftp (Adresse: ftp://ftp.geo.sbg.ac.at/) und das World Wide
Web (URL: http://www.edvz.sbg.ac.at/geo/gw-unter/gw-unter.htm)
möglich. Auskünfte und Hilfestellungen können über die E-Mail Adresse
mailto:gwu@geo.sbg.ac.ateingeholt werden.
Das Informationsangebot
gliedert sich derzeit in mehrere breite Kategorien, die teilweise laufender
Aktualisierung unterliegen, daher können hier nur einige wichtige Punkte
exemplarisch genannt werden:
- Zeitschrift
GW-Unterricht: Inhaltsverzeichnisse und ausgewählte Artikel der
jeweils letzten Ausgaben.
- Didaktische
Materialien zu verschiedener Unterrichtssoftware und einer Reihe
von Themen des GW-Unterrichts.
- Gemeinde-, Bezirks-
und Ländergrenzen von Österreich: in Formaten für ArcView, Mercator
und ASCII.
- Hinweise auf bzw.
Kurzfassungen von Diplom- und Hausarbeiten mit Unterrichtsbezügen.
- Amtliche statistische
Daten der Volkszählung 1991, bis auf Gemeindeniveau (Details
siehe GW-Unterricht Nr. 52/1993, S.115-116).
- Satellitenbilddaten:
jeweils Ausschnitte von 1000*1000 Pixeln aus größeren Szenen, die
von der Fa. Geospace zur Verfügung gestellt wurden:
|
Plattform
(Sensor)
|
Gebiet
|
Auflösung
|
| Landsat
(Thematic Mapper) |
Zell
am See |
30
m
|
| SPOT
(HRV - XS) |
Windischgarsten |
20
m
|
| SPOT
(HRV - PAN) |
Stadt
Salzburg |
10
m
|
| NOAA/GOES
(AVHRR) |
Zentraleuropa |
ca.
1000 m
|
- Digitales Geländemodell:
ein Beispiel aus dem österreichweiten Raster-Datenbestand des Bundesamtes
für Eich- und Vermessungswesen (BEV) mit der Auflösung von 50m.
- Digitale ÖK50
und ÖK200: Beispiele aus dem "kartographischen Modell" des BEV,
hochauflösenden georeferenzierten Rasterdaten der Farbauszüge der ÖK.
- Geo-Software:
z.B. ArcView Version 1.0 (ESRI)
- Nach Interessens-
bzw. Sachgebieten geordnete Verweise auf andere Informationsquellen
im Internet, z.B. schulorientierte Materialiensammlungen, Geographische
Informationsverarbeitung, Wirtschaft.
- Internet-Tutorien
(allgemein und mit GIS-Bezug) online bzw. zur lokalen Installation
Sämtliche Daten und
Programme können zu Unterrichtszwecken uneingeschränkt verwendet werden,
unterliegen also keinen Lizenzgebühren. Die angebotenen Informationen
und Datenbestände und insbesondere die Verweise auf andere Quellen können
naturgemäß immer nur eine minimale, subjektive Auswahl der verfügbaren
Ressourcen darstellen - für Anregungen, Hinweise und eigene Beiträge sind
wir immer dankbar!
Zum
Inhaltsverzeichnis!
Neben dem Zugang zu
Unterrichtsmaterialien bietet das Internet gerade für das Fach GW eine
Vielzahl von Anknüpfungspunkten für zahlreiche Themen. Schon der Begriff
"cyberspace" in Analogie zum "geographischen Raum" zeigt
unterschiedliche Raumkonzepte auf, Entfernungen zu und Erreichbarkeit
von anderen Orten können sich stark unterscheiden: Im "cyberspace"
des Internet ist es etwa von Salzburg nach Tamsweg deutlich weiter als
nach Seattle, sowohl gemessen am Zeitaufwand wie auch an den Kosten!
Einige andere Themen
als Anregungen und Einstiegspunkte für den GW-Unterricht:
- Auswirkungen einer
Entwicklung hin zur "Informationsgesellschaft", sowohl aus wirtschaftlicher
wie auch gesamtgesellschaftlicher Perspektive.
- Neue und obsolet
werdende Wirtschaftssparten, neue Arbeitsteilungen. Welche Sparten bzw.
Berufsgruppen sind vorrangig an der Telekommunikationsentwicklung beteiligt
bzw. davon betroffen?
- Vorteile der leichteren
Überwindung von Entfernungen: Telearbeit (telecommuting), leichtere
Erschließung peripherer Räume, weniger Verkehr (?).
- Nachteile einer
neuen Zweiklassengesellschaft, Bildung einer "Informationselite" aufgrund
von leichterem Zugang zu Information und besserer Qualifikation zu deren
Nutzung. Dies gilt für innerstaatliche wie auch internationale Disparitäten.
- Möglichkeit der
"Echtzeitbeobachtung" etwa im Kontext der Fernerkundung, Umweltmessungen
etc.: durch Verringerung der Informationslücke zwischen Datengewinnung
und
-interpretation sowie Staat und Bürger wissenschaftliche und demokratiepolitische
Vorteile.
- Durch Informations(über)fülle
verlagern sich Qualifikationsanforderungen: nicht (Fakten-) Wissen ist
Macht, sondern die Fähigkeit zur selektiven Informationssuche und -verarbeitung
spielt eine zentrale Rolle.
Zum
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BEHME, H. (1994):
Jäger und Sammler - Orientierung im World Wide Web. In: iX, multiuser
multitasking Magazin, 12/1994.
BOCK, M. (1995): UIS
Berlin - Verbreitung von Umweltinformationen überelektronische Medien.
In: Salzburger Geographische Materialien, Heft 22.
GRAU, O. (1994): Alles
Integriert - Informationssurfen im World Wide Web, in : c't Magazin für
computer technik, Nr. 6 / 1994.
KJAER, T. (1995):
Wie startet man ins Internet? Eine Einführung für Anfänger in das globale
Computernetzwerk. Serie Know-how, 2. Heft, 63 Seiten. Hamburg (öS 40.-).
KLUTE, R. (1994a):
Zusammengewebt - Internet-Informationsdienste mit Mosaic. In: Multiuser
Multitasking Magazin, Nr. 2/1994.
KLUTE, R. (1994b):
Dynamische Dokumente mit dem CERN-WWW-Server. In: iX, Nr. 8 und 9 / 1994.
KLUTE, R. (i.V.):
Das WWW-Kompendium. Addison Wesley Verlag.
KROL, E. (1994, 2te
Ausgabe): The Whole Internet - User s Guide & Catalog, O Reilly &
Associates Inc., Sebastopol. (Auch als deutsche Ausgabe erhältlich).
MAIER, G. und A. WILDBERGER
(1994, 2. Ausgabe): In 8 Sekunden um die Welt - Kommunikation über das
Internet, Addison Wesley, Wien / Dallas.
MESARIC, G. (1995):
Hyper-G: Die zweite Generation des Web. In. iX, 3/1995.
SCHULZ, U. (1994):
Die Welt der PC-Kommunikation, International Thomson Publishing, Bonn.
STAHL, R. (1994):
GIS-Ressourcen im Internet. In: Salzburger Geographische Materialien,
Heft 21.
WEICHSELGARTNER, E.
(1993): Unendliche Tiefen - Hypertextbasiertes Informationswerkzeug im
Internet. In: iX, 12/1993.
Anm.: Das Internet,
lokale Zugangsmöglichkeiten sowie fachspezifische Informationsbestände
werden derzeit laufend in Schwerpunktheften praktisch aller EDV-Zeitschriften
thematisiert!
Die Autoren dieses
Beitrags können Sie mit E-Mail erreichen unter mailto:jstrobl@geo.sbg.ac.at(Strobl) bzw.
mailto:kol@mail.padl.ac.at(Koller), sowie
letzteren im Rahmen der Projektgruppe Geoinformatik am Kollegium Petrinum
mit Fax an 0732 736581-23.
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