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Eine Reise ins Kremstal
Einige
didaktische Überlegungen zur Bedeutung und Gestaltung des Lernbereichs
KIND und RAUM.
Die
Lehrplanaussagen zu diesem Erfahrungs– und Lernbereich sollen am landschaftskundlichen
Beispiel „Eine Reise ins Kremstal“ fachbezogen, aber möglichst praxisnah
hinterfragt und interpretiert werden.
1.
Lehrplanbestimmungen
2.
Bildungssinn und Bildungsaufgabe des Lernbereichs
Raum am Beispiel „Kremstal“
2.1
Grundlegende Bearbeitungsschritte bei der Behandlung des landschaftskundlichen Themas „Eine Reise ins Kremstal“:
2.1.1
Durch interessante Produkte ins Thema einführen
2.1.2
Mit Hilfe der Landkarte orientieren wir uns
2.1.3
Mit Hilfe einer Diareihe versuchen, einen Eindruck
von der Landschaft zu vermitteln
2.1.4
Wir lernen einen ausgewählten, für die Region typischen
Aspekt näher kennen
2.1.5
Abschluss der Arbeit am Lernfeld – Sicherung und Kontrolle
3.
W. Engelhardt und seine Thesen: nicht neu, aber immer
noch richtungsweisend
4.
Planungsraster für landschaftskundliche Themen
Die
Anforderungen an einen guten Sachunterricht sind äußerst komplex.
Daher muss auch diese Darstellung
eingeschränkt werden. Es soll hier nicht entschieden werden über
den einen oder anderen methodischen Weg, ob freie oder gebundene Unterrichts-
und Lernphasen zu bevorzugen
sind oder welche Inhalte auszuwählen oder verpflichtend einzuhalten sind.
In erster Linie will dieser Artikel eine weitere Folge in unserer didaktischen
ZIP-Reihe sein und möchte
dazu beitragen, die Grundsätze, die der Lehrplan zum geographischen Lernbereich
formuliert, zu interpretieren und praktisch zu deuten, damit trotz der
neuen Tendenz zur Ganzheitlichkeit im Grundschulunterricht die fachimmanenten
Werte des Lernbereichs nicht übersehen werden.
Bei
der Umsetzung der didaktischen Grundüberlegungen zum Lernbereich Raum
fühlen wir uns einem Unterricht verpflichtet, der originär kindliche Arbeitsformen
wie Erkunden, Erforschen, Spielen, Darstellen und Arbeiten
einsetzt, der lebensbezogene Lernanlässe und das Erleben der Wirklichkeit
in den Vordergrund stellt und zum Ausgangspunkt der Lernarbeit macht,
der sinnenhaft und sinnvoll sein möchte und der Wert auf
gesichertes Wissen und Können legt. Diese Zielsetzungen fühlen
sich einer Forderung H. von
Hentig verpflichtet:
„Die
Sachen klären – die Menschen stärken.“
1.
Lernplanaussagen
4.
Schulstufe: Grundlegende
Informationen über das eigene Bundesland gewinnen und Einsichten mit Hilfe
der Landkarte erweitern.
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„Auf
der Grundstufe II werden exemplarische Einsichten in das Beziehungsgefüge
von Mensch und Landschaft am Beispiel des Heimatortes, des politischen
Bezirks und des Bundeslandes sowie geographische Grundkenntnisse
und einfache fachspezifische Techniken erworben.
Darüber
hinaus soll der Schüler grundlegende Einsichten über typische Landschaftsformen
des eigenen Bundeslandes im Zusammenhang mit Boden, Klima
und Wirtschaft erwerben und fähig sein, die Landschaft in ihrer
Bedeutung als Wohn-, Wirtschafts- und Kulturraum zu erkennen und
sich darin zurechtzufinden.“
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Diesem
Text ist schon zu entnehmen, dass damit nicht eine systematisch aufzählende
oder oberflächlich beschreibende ( diese Tendenz steckt noch immer im
Wort „Erdkunde“ oder „Heimatkunde“!) Unterrichtsarbeit
gemeint sein kann.
Landschaftskundliche Themen zielen auf Sinnerschließung und
Erkennen von Zusammenhängen. Kinder sollen nicht permanent
Informationen speichern, sondern es geht um das Erschließen bedeutsamer
Sachverhalte.
Das Besondere, das Typische eines Raumes soll berücksichtigt werden,
der Blick sollte hinter die Oberfläche der Erscheinungen gelenkt
werden.
Dabei geht es auch um die entsprechenden Fähigkeiten, Inhalte ernsthaft
und sinnvoll aufarbeiten zu können.
Hier soll besonders auf die Wichtigkeit des Gesprächs in
allen Phasen des Unterrichtes hingewiesen werden. Die Einschätzungen eines
Problems, die Formulierung von Fragen und Vermutungen bestimmen ganz wesentlich
das Lernen im Sachunterricht.
In
diesem Sinne wurde auch der Titel für das
Beispiel „Eine Reise ins Kremstal“ gewählt.
Es hat sich seit langem eingespielt, Heimatkunde in der 4. Klasse vor
allem durch die Behandlung der vier Viertel unseres Bundeslandes zu gestalten.
Vielfach verleitet die Fülle der dabei zu bearbeitenden Inhalte zu reiner
Aufzählung: wichtige Orte, Flüsse und Berge, Kulturstätten, Sehenswürdigkeiten
und berühmte Persönlichkeiten.
Eifrig wird gesammelt, dokumentiert, Arbeitsblätter und Skizzen werden
ausgefüllt und erworbenes Wissen getestet.
Es ist dies oft weitgehend
ein „Allgemeinwissen“, ein „Faktenwissen“, wie es eigentlich die
Fachdidaktiker bereits seit über 20 Jahren nicht mehr für zielführend halten.
Es sollte uns gelingen, Einzelwissen zu vernetzen, Fragen nach dem „Warum“
zu stellen, Zusammenhänge zwischen landschaftlichen Erscheinungen und
menschlicher Nutzung und Raumgestaltung herzustellen und Einsicht in das
Beziehungsgefüge Mensch – Natur wenigstens in Ansätzen zu ermöglichen.
Auch in manchem Sachunterrichtschulbuch ist diese Tendenz von den Autoren
bereits eingearbeitet worden.
Mit diesem Artikel soll angeregt
werden, einmal von der vollständigen Behandlung der vier Viertel abzugehen
und oberösterreichische Landschaftsteile zur Bearbeitung auszuwählen,
die sich sehr deutlich zur Erschließung räumlicher Zusammenhänge anbieten:
das Kremstal, das Ennstal, das Donautal, das Granitbergland Mühlviertel,
das Salzkammergut als Fremdenverkehrsregion, der oberösterreichische Zentralraum,
....
Diese Räume eignen sich von
ihren landschaftlichen und funktionellen Gegebenheiten her sehr gut zu
denkender Auseinandersetzung.
Exkurs:
Die Vier-Vierteleinteilung
ist im wesentlichen historischer Natur und sollte einstmals eine bessere
Verteidigungsstruktur des damaligen Oberösterreich gewährleisten. 1432
bekamen vier Hauptleute vier
Viertel zur Verteidigungsorganisation zum Schutz vor den Hussiten unterstellt
– das (obere) Mühlviertel, das Machlandviertel (unteres Mühlviertel, die
Grenze war der Haselgraben), das Traunviertel und das Hausruckviertel.
Als im Jahre 1779 das Innviertel dazu kam, wurden die beiden Teile des
Mühlviertels kurzerhand vereint, so dass die Rechnung mit den vier Vierteln
wieder stimmte. Noch heute erinnern die Bezeichnungen „Landeshauptmann“
und „Bezirkshauptmann“ an die kriegerischen Ursprünge unserer Verwaltungsstrukturen.
Das Bewusstsein zur Zugehörigkeit zu einem der vier Viertel hat sich seitdem
tief in das Heimatverständnis der Oberösterreicher eingeprägt.
2.
Bildungssinn und Bildungsaufgabe des Lernbereichs Raum am Beispiel "Kremstal"
Die
Fachdidaktik findet für die Grundschule ein thematisch – integratives,
beziehungsweise ein exemplarisch – kategoriales Vorgehen
für richtig.
Was
bedeutet thematisch – integrativ?
Das Grundschulkind denkt nicht in Fächern. Eine topographisch
orientierte Erwähnungsgeographie
greift zu kurz. Darum hat unser Thema auch nicht den lexikalischen
Titel „Das Kremstal“,
sondern „Eine Reise ins Kremstal“. Ein lebensbezogenes Thema
lässt sich vielfältiger und kindorientierter und vor allem sinnstiftend
bearbeiten. Andere Themen dieser Art wären beispielsweise:
- Ein Radausflug
ins schöne Donautal.
- Die Enns durchfließt
drei Hauptlandschaften: Kalkalpen,
Voralpen und Alpenvorland.
- Die Enns, einst
Flößerweg und Eisenstraße
- Warum ist der
Böhmerwald ein so beliebtes Fremdenverkehrsgebiet?
- Wir lernen das
Hausruckviertel kennen.
- Warum steht
der Almsee unter Naturschutz?
- Wir planen einen
Wandertag ins Pesenbachtal.
- In Oberösterreich
wird viel Strom gebraucht. Woher kommt er?
- Warum gibt es
im oberösterreichischen Zentralraum so viele Industriebetriebe?
- Eine Rundfahrt
auf dem Traunsee
Der
Begriff „integrativ“ verpflichtet uns, unsere geographischen Themen
als integrierte Einheiten zu planen. Nach der Überbetonung des wissenschaftorientierten
Zugangs zu den Themen des Sachunterrichts der siebziger und achtziger
Jahre hat sich zunehmend eine Abkehr von der rein fachlich orientierten
Bearbeitungsweise der einzelnen Inhalte eingestellt. Dies ist durchaus
im Sinne eines ganzheitlichen Unterrichtes, der sich verstärkt an den
Bedürfnissen und Sichtweisen der Kinder orientiert. So werden neben fachlich
– geographischen Arbeitsweisen auch geschichtliche, biologische, wirtschaftskundliche,
technische und soziale Aspekte angesprochen. Ebenso sollen emotionale,
gestalterische und ästhetische Momente nicht zu kurz kommen. Um aber einem
Beliebigkeitslernen vorzubeugen, sollten wir „den Anspruch der Sache“
nicht gering einschätzen. Die grundlegend wichtigen fachimmanenten Bildungsziele müssen wir im Auge zu behalten.
Beispiele:
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Eine
Reise ins Kremstal
- Aus dem Kremstal
kommen wichtige Produkteru
- Aus welchen
Orten kommen sie und wo liegen diese Orte?
- Die kremsmauer
gehört schon zu den Kalkalpen. Wie sieht Kalkstein aus -
wozu wird er verwendet? Kennst du andere Gesteinsarten?
- Die zeit
der Sensenschmiede - Wie wird überhaupt eine Sense erzeugt?
- Die Krems
war einst Energielieferant für Sensenwerke und Mühlen.
- Kunst im
Kremstal: Schlierbach, Kremsmünster, Anton Bruckner,..
- Woher das
Kremstal seine Namen hat - Klöster früher und heute
- Das Himmelreichbiotop
in Obermicheldorf
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Eine
Radreise ins schöne Donautal
- Wir reisen
entlang der Donau durch Oberösterreich. Welche Orte lernen
wir dabei kennen?
- Vom Treppelweg
an der donau zum Radweg. Warum kommen so viele Besucher hierher?
- Im Donautal
gibt es interessante und seltene Pflanzen und Tiere.
- Der Fischlehrpfad
beim Kraftwerk Ottensheim.
- Die Donau
ist ein bedeutender Stromlieferant. Welche Kraftwerke gibt es?
- Wie ist ein
Kraftwerk gebaut und wie kommt der Strom zu uns nach Hause?
-
Wie funktioniert eigentlich eine Schleuse? Woher
kommen und wohin fahren die Donauschiffe?
-
Die Römer an der Donau.
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Das
Beispiel „Die Reise ins Kremstal“ ermöglicht uns auch, die Forderung nach
exemplarischem Unterrichten zu erfüllen. Es steht
für andere Flusstäler ins unserer Region, die ähnliche Strukturen und
Funktionen aufweisen. Ob es die Donau ist, der Inn, die Enns, die Traun,...alle
hat der Mensch in ähnlicher Weise genützt, sie wurden bedeutsam für die
Prägung der Landschaft, sie dienten früher wie heute den Menschen und
ermöglichten Handel, Verkehr und Wirtschaft. Man hat sie in ähnlicher
Weise nach den jeweils herrschenden Wertvorstellungen verbaut und verändert,
oder geschützt und gegen den unumkehrbaren Verlust an wertvoller Naturlandschaft
verteidigt. Kinder verstehen durchaus, das auch unsere Generation das
ihre dazu beitragen wird, unsere Umwelt weiter verantwortungsvoll zu gestalten.
Es
geht nicht um die restlose Vollständigkeit bei der Bearbeitung einzelner
Landschaftsteile, wir werden im Sinne der kategorialen Erschließung
jeweils einen besonderen, typischen Aspekt des Lernfeldes näher bearbeiten.
Das verhindert Überlastung mit allzu viel angehäuften
Detailwissen und schafft Einsicht und Verständnis in bedeutsame
Wirkfaktoren.
Beispiele:
- Das Stift
Kremsmünster oder das alte Sensenhandwerk im Kremstal
- der Granit
im Mühlviertel
- das Salz
im Salkammergut
- Naturschutzgebiete
in Oberösterreich
- Eine Reise
mit der Pferdeeisenbahn
- Freistadt
als mittelalterliche Stadt...
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- Zuckerrübenanbau
im Lössgebiet des Alpenvorlandes. Wie kommt der Zucker aus der
Zuckerrübe?
- Hörndlbauern
und Körndlbauern im Ennstal
- der Nationalpark
Kalkalpen
- Die
Landeshauptstadt Linz – wie Oberösterreich verwaltet wird.
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Diese
Themen sind nicht neu. Bei ihrer Bearbeitung
sollten wir uns jedoch der Zieldimensionen -
thematisch / integrativ und exemplarisch / kategorial
klar bewusst sein, um den Bildungsaufgaben des Fachbereiches gerecht zu
werden und die Zusammenhänge in unserem Unterricht systematisch erschließen.
2.1
Grundlegende Bearbeitungsschritte bei der Behandlung des landschaftskundlichen Themas „Eine Reise ins Kremstal“:
Das
Lernfeld umfasst mehrere Unterrichtseinheiten, die allerdings in eine
bewusst gewählte sinnvolle Abfolge gegliedert sind. Ein wichtiges Gebot
gehirngerechten Lernens besagt: In der richtigen Reihenfolge
lehren und lernen! Die Logik der aufeinanderfolgenden Lernschritte
bewirkt, dass der Lernstoff mit bereits vorhandenen Vorstellungen verknüpft
und so das Verstehen und Einordnen
und Speichern der neuen Informationen erleichtert wird.
Die notwendigen Teilschritte sind praktisch kleine Unterrichtseinheiten
innerhalb eines komplexen Themas. Es sind Teilthemen der Lernaufgabe –
„Stunden in der Stunde“ – sie werden jeweils durch eine inhaltsbezogene
Überschrift hervorgehoben.
Ziele
und Absichten:
Interesse wecken, einen Lernanlass schaffen, Vorwissen der Kinder
einholen, einen Zugang zum Landschaftsteil gewinnen, die Kartenarbeit
begründen und vorbereiten, Möglichkeiten individueller Erkundung schaffen,
interessante Anschlussstoffe finden ( z.B. Wie entsteht das Erdöl?), ...
Raumvorstellungen vorbereiten, das Typische des Kremstales einbeziehen:
Möglichkeit zum Aufwerfen von WARUM-Fragen ( Kalk –Kalkabbau – Verarbeitung
zu Zement in Kirchdorf, Fluss – Energielieferant – altes Sensenhandwerk
und Papierfabrik, Nähe des
Zentralraumes – gute Verkehrswege – beliebtes Ausflugsgebiet,......)
Methodische
Hinweise:
Gegenstandsimpuls
– typische und interessante
Produkte des Kremstales zur Auswahl:
- rnKalkstein - für
den Kalsteinabbau in Micheldorf
- Eine Dose Zement
- für die Zementerzeugung in Kirchdorf
- Papier - für
die Papierfarbrik Nettingsdorf
- ein paar bunte
Glassteine - für das Stift Schlierbach
- Flaschen oder andere
Gläser - für die Nutzglasproduktion VETROPACK in Kremsmünster
- Schaumstoff und
Joghurtbecher - für die Kunststoffproduktion GREINER in Kremsmünster
- Bunter Glasschmuck
- für den GABLONZER-Glasschmuck aus Kremsmünster
- Bild vom Tassilokelch
- für das Stift Kremsmünster
- CD mit der Musik
von Anton Bruckner - für Ansfelden
Gespräche
und Erkundungstätigkeiten
- Vorwissen der Kinder
- Fragen,
informieren, Stellung nehmen, ...
- „Woher
kommen diese Dinge und wo liegen die Orte?“
- Fahrtroute ins
Kremstal erkunden (von Linz aus): Autobahn – Eisenbahn oder Bundesstraße?
Welchen Vorteil oder Nachteil können wir feststellen? Anklingen des
Mensch-Raumbezugs: Nutzung – Veränderung – Wertvorstellungen
Ziele
und Absichten:
Lebensnahe Anlässe für Kartenarbeit, Schulung des Umgang mit der Wandkarte,
der Schülerhandkarte, mit Lageskizzen, motivierende und aktivitätsbezogene
Aufgabenstellungen, in Beziehung setzen mit bereits bearbeiteten Kartenausschnitten,
mittels „begehbarer Karte“ Raumordnungen sinnenhaft
und bewegungsbezogen erfahrbar machen,...Raumvorstellungen anbahnen
Methodische
Hinweise:
-
Karten
enthalten verwirrend viele Details, meist wird die Schwierigkeit unterschätzt,
die Kinder mit der zweidimensionalen, eingeebneten und mit unzähligen
topographischen Symbolen übersäten Karte haben. Erstes Gebot wäre
es, ihnen hier wirklich genug – auch individuell abgestimmt – Zeit
zu lassen! Gut geplant
und durchgeführt haben hier sowohl die gebundene Arbeitsform als auch
freie Lernphasen ihren Wert und ihre jeweils spezifischen Vorzüge.
-
Die
große Wandkarte „lebendig“ machen: ein Grobraster, eine „Maske“ zur
Eingrenzung des Arbeitsfeldes anbieten, mit „Post-it“-Zetteln Markierungen,
Beschriftungen, kleine Informationen oder Symbole anbringen,.. Wenn
die Karte auf dem Boden ausgebreitet wird, kann sie noch vielfältiger
aktivierend genutzt werden.
-
Eine
„begehbare Skizze“ herstellen oder aus Seilen und Schnüren (Flüsse,
Straßen,...) Wort- und Symbolkarten, Gegenständen, Ansichtskarten,....aufbauen
und sich dazu viele Aufgabenstellungen einfallen lassen:
Eine Reise vom Kremsursprung zum Mündung in die Donau , eine Wanderung
kremsaufwärts, Orte rechts oder links der Krems, ..
Wenn man erst einmal vom Wert dieser im Raum gewonnenen Orientierung
überzeugt ist, wird man merken, dass dafür recht wenig Aufwand notwendig
ist.
Vorteile: Bewegung wird möglich, dadurch steigt die Motivation, das
Prinzip der Aktivierung kann verwirklicht werden, Raumordnungen werden
sinnenhaft und mit dem ganzen Körper erlebt. Die Dimension ist zwar
nicht groß, gewährleistet
aber doch eine bessere Orientierungshilfe als das bloße Betrachten
der kleinen Landkarte. Die
im Raum gewonnene Orientierung kann nun besser und in eigener Auseinandersetzung
sicherer auf eine Handskizze übertragen werden.
-
So
steht die Bearbeitung der Skizze oder der „stummen Karte“ erst am
Ende des Lernabschnittes „Orientierung auf der Karte“.
-
Aktivierende
Tätigkeiten: Aufstellen und Zuordnen der Produkte, der Wortkarten,
Erstellen von kleinen Informationstexten, Anlegen einer Tabelle :
In welchem Ort gibt es welches Produkt, eine eigene Lageskizze anfertigen,
eine Seite im SU anlegen, ein Plakat gestalten, Sachbücher, Prospekte,
Lexika, ...einbeziehen, das INTERNET nutzen: http://www.tiscover/com
, www.kremsmünster.at, …..
Ziele
und Absichten:
Raumvorstellungen wecken, eine Beziehung zur Wirklichkeit herstellen,
bloße Begriffe (Kremsmauer, Ortsnamen,...) mit Vorstellungen verbinden,
bzw. Vorstellungen anbahnen, dazu
nicht nur das Bild, sondern auch die Kraft der Sprache einsetzen, ....“papierenen“
Sachunterricht vermeiden!
Methodische
Hinweise:
-
Die
hier angesprochenen Bilder wurden auf wiederholten Ausflügen ins schöne
Kremstal unter didaktischen Gesichtspunkten zur Verwendung
im Unterricht hergestellt und aufgrund der Ergiebigkeit des
Themas perfektioniert.
-
Für
viele Landesteile gibt es gute und umfassende Diareihen, manchmal
auch Videos in den Landesbildstellen. Ersatzweise und als Ergänzung
empfiehlt sich der Einsatz von Prospektmaterial, das von den Kindern
als lebensnahes und wirklichkeitsbezogenes Material
gern verwendet wird.
In Klassen, in denen freie Lernphasen gepflegt werden, könnte einzelne
Kinder auch mit einem Diabetrachter arbeiten.
-
Die
Vorteile einer gemeinsamen
Arbeit überwiegen hier. Die Dias können in einer „didaktischen Reihenfolge“
angeboten werden. Das Unterrichtsthema heißt ja „Eine Reise ins Kremstal“.
Eine erlebnishafte Schilderung, eine
interessante Erzählung der Lehrperson wird die Kindern mit
den Bildern so in Verbindung bringen, dass aus dem bloßen „Hinschauen“
ein bewusstes Wahrnehmen wird. Hier hat die Sprache die Aufgabe, lebendige
Vorstellungen anzubahnen. Dass dabei der Lehrer als geschickter Erzähler
gefordert ist, liegt ganz im neu entdeckten Trend des „magister narrans“. Die Forderung nach thematischem Vorgehen wird erfüllt, eine
systematisch aufzählende „Erwähnungsgeographie“ verhindert.
Die Bilder werden vielfältig weiter verwendet:
Entsprechend der gezeigten Bilder einen Markierungspunkt auf der Karte
weiterbewegen, die Reihenfolge mischen, Kinder verfassen selbst Kommentare
zu den Bildern, die Bilder
mit den Produkten in Verbindung bringen, ...
-
Die
Bilder sollen gezielt und sinnvoll
ausgewählt und auf besonders Typisches beschränkt werden, damit
eine gewisse Informationsfülle nicht überschritten wird.
Die Übungen sind dann nicht langweilig, wenn sie mit immer neuen Aspekten
und Aufgabenstellungen verknüpft werden und die Tätigkeitsfreude der
Kinder ansprechen. Üben und Sichern soll den Lerninhalt ins Langzeitgedächtnis
transportieren.
Ziele
und Absichten:
Dies wurde bereits in den eingangs angestellten didaktischen
Überlegungen erläutert.
Hier ist Gelegenheit, den Mensch-Raum-Bezug in den Mittelpunkt zu stellen,
aber auch integrierende Aspekte
(z.B. geschichtlicher Bereich) werden eingebracht.
Methodische
Hinweise:
Wir wählen aus:
Kremsmünster
eine bedeutende Stätte im Kremstal
Ausgangspunkt: Die Sage
von er Entstehung Kremsmünsters
Das
Sensenschmiedehandwerk an der Krems
Wichtige
Orte für den Fremdenverkehr
Eine
Ausstellung gestalten, Sachlesetexte, Hefteintragungen, Plakate gestalten,
„Reiseführer“,
Quiz, Toto, diverse Spielformen, z.B. “Auskunftsschalter”,…
Auch
bei anderen landschaftskundlichen Themen werden diese fünf Lernschritte
zu berücksichtigen sein, um ein gesichertes Lernergebnis zu ermöglichen.
Schwerpunkte können anders verteilt sein, methodische Wege lassen sich
individuell finden, aber das thematisch-exemplarische
Vorgehen sollte Prinzip jeder heimatkundlichen Arbeit bleiben.
3.
W. Engelhardt und seine Thesen: nicht neu, aber immer noch richtungsweisend
Die
didaktischen Grundsätze, die der Lehrplan für den Lernbereich KIND und
RAUM formuliert, beziehen sich auf die Forschungsergebnisse der Fachwissenschaft
Geographie. Die frühere „Länderkunde“ wurde durch die „Sozialgeographie“
abgelöst. Die Welt wird nicht mehr durch das möglichst vollständige Aufzählen
von charakteristischen Fällen „an sich“ erklärt,
sondern es wird aufgezeigt, wie der Raum und menschliches Leben
wechselseitig verbunden sind. Der Mensch wird vom Lebensraum geprägt
und der Mensch prägt seinen Lebensraum. Dabei sind Werthaltungen
Grundlage seiner Entscheidungen.
Diese
Forderungen sind nicht ganz leicht auf die Arbeit mit Grundschulkindern
anwendbar. Wolf Engelhardt hat bereits 1979 in einem Artikel versucht,
wichtige Regeln und Zielsetzungen zu formulieren, die der geographische
Lernbereich in der Grundschule heute leisten kann. Einige seiner Thesen,
die auch der Arbeit am vorangegangenen Unterrichtsbeispiel „Eine Reise
ins Kremstal“ zugrunde liegen, sollen hier kurz vorgestellt werden. Auch
wenn sich Sachunterricht heute von den Fachbezügen abwenden möchte und
eher die ganzheitliche Arbeit mit den Kindern pflegt, melden sich doch
auch Stimmen zu Wort, die davor warnen, den „Anspruch des Sache“ gering
zu schätzen. Auch im Dienst der Grundschulkinder, die vor allem doch sehr
sachbezogene Erforscher ihrer Lebenswirklicht sind und danach streben,
sich ein Bild von ihrer Welt anzueignen, dürfen wir vier Kriterien für
zeitgemäßen Sachunterricht nicht außer acht lassen:
Er
soll
- zielorientiert
sein
- bildungswichtige
Sachen und Sachverhalte aufgreifen
- sich „wissenschaftspropädeutisch“
ausrichten
- in aktiver
Originalbegegnung zu eigenen Erfahrungen führen. (REICHEN,S.36)
Da
in den vergangenen Jahren keine neuen didaktischen Erkenntnisse
zum geographischen Lernbereich erarbeitet wurden, finden wir in den Thesen
Engelhardts noch immer sehr zutreffende und richtungsweisende Prinzipien
für den Lernbereich KIND und RAUM.
Ø
Erdkunde in der Grundschule zielt auf das Kennenlernen
und Verstehen der Heimat, bzw. Des schulischen Nahraumes ab
Ø
Erdkunde in der Grundschule soll die Erkenntnis anbahnen,
dass die Menschen zu allen Zeiten durch ihr Handeln den Raum prägten
Der
Raum in dem wir leben, sah früher anders aus als heute
und er wird in Zukunft wieder anders gestaltet (oder verunstaltet!)
sein. Unsere Heimat sieht so aus, weil Menschen sie aus bestimmten
Interessen so gemacht haben.
- Sie asphaltieren Felder zu, weil sie schneller mit
dem Auto fahren wollen.
- Sie rekultivieren Baggerseen, weil sie sich Erholungsräume
schaffen wollen.
- Sie sanieren alte Stadtkerne, weil sie die Kunst der
Vorfahren schätzen.
- Sie verbauen Flüsse durch Kraftwerke, weil sie immer
mehr Energie benötigen.
- Sie verhindern, dass schützenswerte Landschaften zerstört
werden...
Das
müssen wir wissen, weil gegenwärtige und zukünftige Raumgestaltung von
uns mitgetragen oder bekämpft werden muss.
Ø
Erdkundeunterricht orientiert sich am Gliederungsmodell
der menschlichen „Daseinsgrundfunktionen“. (Siehe Planungsraster!)
Ø
Erdkundeunterricht in der Grundschule zeigt die Bedeutung
der Naturkräfte im Raum für das Leben der Menschen.
- Naturbedingungen
und Naturerscheinungen sind erklärungsbedürftig, wo sie eine ausschlaggebende
Rolle spielen:
- Berglandbauer-Flachlandbauer (Boden, Klima, fruchtbarer
Ackerboden, karge Humusschicht im Gebirge,.. Hofformen)
- Kraftwerke an den Flüssen: Gebirgsflüsse, Gefälle von
der Quelle zur Mündung, Niederschläge, Nähe zum Zentralraum,..
Ø
Erdkundeunterricht in der Grundschule soll unbedingt einen
Ausblick in die weitere Welt vermitteln.
Die
allgemeine Mobilität unsere Gesellschaft und der Einfluss der Massenmedien
führen die Schüler längst über die Heimatgrenzen hinaus. Dabei entsteht
viel Ungeordnetes, Unverstandenes und einseitiges über die Welt in den
Köpfen der Kinder. Pädagogische „Erste Hilfe“ tut not. Dabei geht es weder
um Vollständigkeit noch um Systematik.
Beispiele:
- Produkte
aus dem Kremstal gehen in alle Welt.
- Ausländische
Gäste in unseren Ferienregionen, Autokennzeichen
- Ferien im
Ausland
- Dritte Welt
in der Grundschule
- Europa in
der Grundschule
Ø
Erdkundeunterricht in der Grundschule hat neben dem Kennenlernen
des Nahraums die räumliche Orientierung anzubahnen.
Arbeit
mit Karten und Plänen, Einführung in das Kartenverständnis, Verwendung
„thematischer Karten“, eigene Skizzen und Pläne (Wanderungen, einfache
Lagepläne, Lehrausgänge, ...Anwenden und einüben fachgemäßer Arbeitstechniken
(Schätzen, Messen, Bauen von Modellen, Anwenden von Karten, Skizzieren,
Vergleichen,...)
Ø
Erdkundeunterricht zielt gleichermaßen auf übertragbares
Wissen und Können und auf Erleben und Verstehen.
Gesichertes
Wissen vermitteln, aber nicht Fakten aneinanderreihen ohne Verständnis
für Zusammenhänge!
Ø
Erdkundeunterricht in der Grundschule bietet sich in besonderer
Weise an für integrierenden Sachunterricht.
Die
Rückkehr zu überfachlichen Unterrichtseinheiten hat nichts mit einem veralteten
„Gesamtunterricht“ zu tun, sondern es geht darum, die jeweiligen facheigenen
Strukturen und Zugangsweisen zur Erhellung und zum mehrperspektivischen
Betrachten des bearbeiteten Inhaltes zunutzen.
Gerade die heimatkundlichen Inhalte werden dadurch vielseitiger
und lebensnäher betrachtet. Fächerübergreifende Aspekte (Bildnerische
Erziehung, Deutsch, Mathematik,...) leisten einen bedeutenden Beitrag
zum ganzheitlichen Erschließen.
4.
Planungsraster für landschaftskundliche Themen
Didaktisches
Denken ist ein Heilmittel gegen Unsicherheit und Beliebigkeit im Unterricht.
Erst wenn wir wissen, was wir wollen, können wir ein überzeugenden Unterrichtskonzept
entwickeln. Ein Planungskonzept, wie es im folgenden vorgeschlagen wird,
könnte Grundlage für die Aufarbeitung landschaftskundlicher Themen sein.
Es kann helfen, Fakten und
topographische Informationen nicht nur aufzuzählen, sondern zu
Einsichten in das Typische, das Besondere einer Landschaft zu kommen.
Ein
brauchbares Grundmuster ergibt sich,
wenn wir nach den wichtigsten Faktoren
fragen, die einen Raum prägen.
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Wie
bewohnen Menschen diesen Lebensraum?
-
Orte
-
typische
Hofformen
-
Ballungsgebiete
-
Probleme?
Beispiele:
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Es
sind dies die wichtigsten menschlichen Aktivitäten
im Lebensraum
und
die Naturfaktoren

Welche
Naturfaktoren wirken in diesem Raum?
Welche Landschafts-formen finden wir vor?
Beispiele:
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Wie
erholen sich Menschen in diesem Lebensraum?
- Erholungsgebiete
- Sehenswürdigkeiten
- Fremdenverkehr
Beispiele:
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Welche
Kulturen schaffen Menschen in diesem Lebensraum |
|
Wie
nützen Menschen diesen Raum wirtschaftlich?
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- Sehenswürdigkeiten
- besondere
Gebäude (z. B.: Burgen,...)
- Kunst und
Handwerkskunst
- Berühmte
Persönlichkeiten (Dichter, Musiker,...)
- Mundart
Beispiele:
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- Fremdenverkehr
- Betriebe
und Industrie
- Landwirtschaft
- Waren und
Produkte
- Bodenschätze
- Verkehr
Beispiele:
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Dieses Strukturmodell
könnte am Beispiel „Granitbergland Mühlviertel“ etwa so konkretisiert
werden, wie das folgende Beispiel zeigt.
In der unterrichtlichen Umsetzung werden Schwerpunkte auszuwählen sein! (Kategoriale Erschließung!)
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Wohnraum
Wichtige
Ort
Ballungsgebiete,...
typische
Haus- und Hofformen - „Steinbloßbauweise“
Schulorte
Pendler
Gefährdung
von Lebensräume
|
Einstieg:
„Volla Bugln, volla Bieg..“
(Norbert Hanrieder)
oder mit der Sage:
Der Zaubersee am Dreisesselberg...
„Diese
Landschaft, von der Gedichte und Sagen erzählen, wollen wir näher
kennenlernen!“
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Erholungsraum
Nähe
des Zentralraumes =
Naherholungsgebiet für die Linzer
Wichtige Orte....
Waldgebiete
Fremdenverkehrangebote:
WandergebietReiterhöfe
Burgen-und
Schlösserwanderweg
Donautalwanderweg
Museumsstraße...
Pferdeeisenbahn
Wintersport -Schigebiete?
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Wirtschaftsraum
Fremdenverkehr
Weberei
Hopfen
Holz
Granit
Kaolin
Hörndl - und Körndlbauern..
Pendler
- Verkehr
Mühlkreisbahn
Autobahn?
|
Naturfaktoren
landschaftliche Gegebenheiten
Namensdeutung:
wahrscheinlich aus der Sprachwurzel
„muhile“ = Hügel, Berg,... ( heute noch: Mugel!)
hügeliges
Hochland - Granitbergland; karger Boden,..
Granitfelsen, Blocktürme,...
Raues Klima: „Böhmischer Wind“...
“Dreiviertel Jahr’ kalt...“
Böhmerwald - Sternwald - Freiwald
Feld- und Waldaistsenke = Verbindung zur Donau,.....
Anteil
am Donautal
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Kulturraum
„Burgenland“
Mühlviertel
Hinterglasbilder in Sandl
Flügelaltäre
(Kefermarkt, Waldburg, Oberrauhenödt,..)
Mundart
Brauchtum
Bildstöcke und Marterl
Adalbert Stifter
Norbert Hanrieder
mittelalterliche Stadt Freistadt
Stift Schlägl....
|
Die
Frage nach dem „Warum ist das so? Wie hängt das alles zusammen?“ kann
beantwortet werden, wenn man die einzelnen Teilbereiche
in einen Zusammenhang bringt, wenn die Abhängigkeiten und Bedingungen
der einzelnen Faktoren erkannt werden.
Ø
Granit = karger Boden = landwirtschaftlich weniger guter
Ertrag = Nebenerwerb = Pendlerwesen = ....
Ø
Granit = guter Boden für wertvollen
Flachs und Hopfen = Bierbrauerei = Weberei =
Ø
Berge um 1000m Höhe = Schnee = Geländeform = Schigebiete = Lift = Naturschutz
|
Wohnraum
Wichtige
Orte
Ballungsgebiete,...
typische
Haus- und Hofformen -
„Vierkanter“
Sägemühlen,
Hammerherrenhäuser
Bezirkshauptstadt
Gefährdung von Lebensräumen
Autobahn?
|
Einstieg:
Durch interessante Produkte, die typisch und bedeutsam
für die Region sind kann man zum landschaftlichen Sachverhalt
hinführen.
Orientierung:
Arbeiten mit der Landkarte
Kartenskizze
mit wichtigen Daten
|
Erholungsraum
Nähe
des Zentralraumes =
Naherholungsgebiet für die Linzer und Welser
Wichtige
Orte....
Fremdenverkehrangebote
Wandergebiet
Biotop „Himmelreich“
Stifte,
Konzerte
naturnahe Kulturlandschaft
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Wirtschaftsraum
Fremdenverkehr
Kalk = Zement
Landswirtschaft -
Milchwirtschaft
Körndlbauern
Sensenschmieden
Betriebe Arbeitsplätze
Erdölvorkommen
(Lagunen/Thetysmeer am Alpenrand)...
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Naturfaktoren
landschaftliche Gegebenheiten
Prägung
durch Flusstal der Krems (Eiszeit - Gletscher!)
= Energielieferant = Sägemühlen, Papierfabrik
Gebirgsfluss - Gefälle
Verbindung zur Traun und Donau
fruchtbares, weites Tal
Rand der Kalkalpen
Landschaftsform
Kalkgewinnung
Verkehrsverbindung von Nord nach Süd = Pyhrnpass
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Kulturraum
Stifte
Kunst, Glasmalerei
Tassilokelch,...
Fremdenverkehr = Arbeitsplätze
alte Sensenwerke = Museen
flaches Tal = Flugplatz
Georgenberg = Kult
Burg Altpernstein
(Nord-Süd-Verbindung!)
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Die
Arbeit an solchen räumlichen Wirkgefügen lässt breiten Raum zum Erkunden
und Nachdenken und bietet Gelegenheit
zu Orientierung und Sinnfindung. Hier weist die Arbeit im geographischen
Lernbereich im Sinne von integrierendem Unterricht weit über die fachspezifischen
Grenzen hinaus, kann doch damit die so wünschenswerte Schlüsselqualifikation
„VERSTEHEN LERNEN“ an sachlich für Kinder sehr attraktiven Inhalten
und Themen angebahnt und trainiert werden.
Am
Lehrplanauftrag „Kennen des eigenen Bundeslandes“ zu arbeiten, wird so
zu einer grundlegenden Aufgabe
- gerade im Zeitalter der „Europäisierung“.
Denn
das „regionale Lernen“ wird als
wichtig erachtet im Sinne von „Erleben
der eigenen Lebenswirklichkeit durch reale Begegnung, Erforschen durch
eigene Erkundungen, Gestalten und Begreifen durch eigenes Handeln. So
sollen jene emotionalen, kognitiven und pragmatisch-ethischen Beziehungen
zum Nahraum entwickelt und Heimat geschaffen werden, die im Sinne des (
im Artikel nicht näher beschriebenen ) polaren Spannungsverhältnisses Voraussetzung ist für die Horizonterweiterung
Richtung Welt....
„Wer einem Orientierungsdefizit und einer Unbehaustheit anheim fällt,
verliert in der Regel jene Offenheit, die ihn befähigt, das andere in
seiner Andersartigkeit zu sehen und anzuerkennen... Es kommt zu einer
meist feindseligen Abgrenzung gegenüber dem Andersdenkenden und Anderslebenden.“
(Prof. Dr. Salzmann Chr.: „Regionales Lernen - Interkulturelle Erziehung
- Humane Schule“, Osnabrück, leider o. J.)
Christine
Kloyber
Literaturangabe:
Kloyber
Heinz, Kloyber Christine
Skriptum zum Lernbereich Kind und Raum, neubearbeitet SS 1999
Pädagogische Akademie der Diözese Linz
Engelhardt,
W. (1979) Erdkunde in der Grundschule: wozu und wie?
In: Blätter für Lehrerfortbildung, 10/79
Reichen,
J.
(1991) Sachunterricht und Sachbegegnung, sabe – Verlag, Zürich
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