| Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde Linz Dokumente ARNO LEHMANN |
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"Ewiges Licht. Alle irdischen Lichter erlöschen, nur das Ewige Licht glimmt, bewahrt und führt uns durch die längste Nacht menschlicher Unvollkommenheit.
Glühe, glimme liebes Licht glimme und verglühe nicht wenn auch alle Wasser fallen auf dich nieder.Die schwebende Gestalt symbolisiert in ihrer Form und Farbe den seelisch-geistigen Horizont der Nacht, nach der ein Morgen dämmert. Die Bewahrung dieser Gestalt kennzeichnen zwei nach innen geneigte Blätter.
Die Leuchter. Die geistige Urform der zwei Leuchter, die dem Seelenbaum des Menschen gleicht, wurde mit dem Gewand aus hochverglühten Erden behangen. Ich werde dich kleiden mit dem, was in dir ist und still in dir sich regt.
Das Laub dieses Baumes mündet in der Krone in Kelche zur Aufnahme der Feuerschalen. Die beiden großen, über zwei Meter hohen Leuchter erinnern mich nun nach ihrer Vollendung an die aufgerollten, stark zerfallenen Fragmente der althebräischen Schriftrollen, die, in zwei tönernen Urnen verwahrt, von einem Hirten in den Uferhöhlen des Toten Meeres gefunden worden sind. Die Details der beiden Leuchter sind Notenschrift dieses Hohen Liedes". Aus Erde wurden sie geformt, im Feuer verdichtet, denn: im Feuer eilest du, Element, dir selber zu". Verdichtung des Tones, der Seele und des Geistes im Gleichklang ergibt Wesenheit."
Festschrift anläßlich der Einweihung des neu erbauten Bethauses in Linz, Hrsg. Israelitische Kultusgemeinde in Linz für Oberösterreich, Linz, 2. April 1968
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