| Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde Linz Didaktik LEHRERBILDUNG |
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Lehrplan der PA - Hauptschullehrerausbildung BE
Architektur und Umweltgestaltung: Wohnraum Wohnung, Wohnhaus, Wohnviertet städtische und ländliche Verbauungsformen; traditionelle und neue Bauweisen; Wohn- und Lebensbedingungen (Wohnwert Nutzwert, Sozialwert und Standortwert); Einbeziehung der Verkehrsverhältnisse; Problematik der verbauten Umwelt.
Architektur ganzheitlich wahrnehmen lernen:
1. Faktoren für das Zustandekommen der Baugestalt
Mindmaping:
Die sinnlich wahrnehmbare Gestalt eines Werkes der Architektur wird bestimmt von einer Vielzahl von Faktoren auf unterschiedlichsten Ebenen.
Eine Mind-Map oder ein semantischer Raster kann Studierenden helfen, sich eine Vorstellung vom komplexen Zusammenspiel der Faktoren und ihrer Wechselwirkung aufzubauen. Solche Hilfen zum Überblick finden sich in der Literatur und können als Gegebenheit von Studierenden gelernt werden. Es ist aber besser, wenn jede einzelne Studentin und jeder einzelne Student lern, sich selber eine derartige Ordnugshilfe zu bilden. Der Prozess des selbständigen Ordnens ist auch hier viel ertragreicher, als das Übernehmen vorgegebener Ordnungsstrukturen.Nach der Alleinarbeit eines persönlichen Mindmaping vergleichen die Studierenden innerhalb einer Seminargruppe ihre Ergebnisse und diskutieren sie. Sie stellen auch Vergleiche an, mit ähnlichen Strukturhilfen aus der Fachliteratur und erfahren dabei deren besondere Qualität und deren Bedingtheit sowie ihren Werkzeugcharakter.
Die folgende Auflistung ist nur eine Anregung und keine Mindmap und bedingt im erwähnten Sinn.
Faktoren - Zusammenhänge - Wechselwirkungen
Natürliche Voraussetzungen:
- geographische und topographische Situation: überregional, regional, lokal
Klima:
Natürliche Baustoffe:
Biologisches Umfeld:- Soziokulturelle Voraussetzungen:
- Religion oder herrschende Ideologie: Weltbild, Philosophie,
Zeitbedingte und zeitunabhängige Inhalte (Themen) und Symbole:
Zeitbedingte und zeitunabhängige ästhetische Werthaltungen und Normen:
Das Wechselspiel von Traditionen und Avantgardismus:
Zeitstil:
Bildende Kunst:
Architekturtheorie: Formenlehre, Typologie
Staat:
Gesellschaftsform:
Kollektive:
Differenzierte private Gruppen:
Formen des Zusammenlebens in Familien oder ähnlichen Verbänden:
Individuum:
Soziale und individuelle Werthaltungen:- Wirtschaft und Technik:
- Wirtschaftssystem:
Wirtschaftliche Lage:
Finanzierung:
Bauwirtschaft:
Transportwesen und Verkehr:
Stand der technischen Entwicklung: Handwerk, Manufaktur, Industrie, Automatisierung, Technologie- Individuelle Gegebenheiten:
- Künstlerpersönlichkeit:
Auftraggeber:2. Das Wesen eines Bauwerks wahrnehmen und begreifen lernen:
Ein Baukunstwerk ist von seinem Wesen her viel komplexer als ein Bild oder eine Skulptur. Das zeigt sich schon, wenn man sich einen ersten Überblick verschaffen will: man kann ein Bild von einem Blickpunkt aus sitzend oder stehend wahrnehmen, eine gute Skulptur erfordert hingegen schon die Bewegung des Körpers in ihrem Umraum. Ein Bauwerk hingegen - sei es auch überschaubar und klein - kann nie in seiner Totalität aufeinmal gesehen werden, man muß es in seinem weiteren und näheren Umraum umschreiten, innen begehen und sich eine Vorstellung bilden von der Beziehung der inneren zur äußeren Gestalt. Man sieht immer nur Teilansichten.
Um sich ein klares Bild vom Ganzen zu machen, setzt man das was man sieht mit dem was man nicht sieht in Beziehung. Dabei ist Das Denken genauso wichtig wie das Schauen. Architekturwahrnehmung erfordert eben neben der Bereitschaft zum visuellen Genuß auch eine analytische Anstrengung.
Ein Hilfsmittel sind die Pläne und Risse des Bauwerkes (Grundriße, Aufriße, Schnitte Lagepläne). Die Vorstellungsbildung mit diesen flächigen Hilfsmitteln vor dem Aufsuchen des Objektes schärft die Wahrnehmung bei der Objektbegehung.
- Das Lesen von architektonischer Gestaltung
- Form und Lage der Baukörper bewußt wahrnehmen lernen
- Form und Erstreckung der umbauten Räume bewußt wahrnehmen lernen
- das Wechselspiel von Körper- und Raumformen bewußt wahrnehmen lernen
- Bauelemente (wie Wand, Stützen, Tragwerke und Tragelemente, Bedachung, Raumabschluß nach oben, Treppen, Strukturen etc) als Träger des baukünstlerischen Ausdruckes wahrnehmen lernen
- Baukonstruktive Elemente sowie Baukonstruktion elementar verstehen lernen
- Das Bauwerk als einen Organismus verstehen lernen
- Die Wandlungen eines Bauwerkes berücksichtigen
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