Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde Linz
Didaktik

HAUPTSCHULE
WERKERZIEHUNG

LEHRSTOFF:
Die Werkerziehung soll ... den Schüler befähigen, sich mit Problemen der Umweltgestaltung und denen einer weitgehend technisierten Welt auseinanderzusetzen und versuchen, einen Beitrag zu ihrer Humanisierung zu leisten.

3. Klasse (2 Wochenstunden)-

Bauen - Wohnen - Umweitgestaltung:
Teilziele der praktischen und theoretischen Auseinandersetzung:

Herstellen und Erproben von Konstruktionen mit vorgefertigten Bauelementen, vorwiegend für Tragwerke, Verstehenlernen von Konstruktionsprinzipien in Natur und Technik (z. B. Form, Funktion, Werkstoff und Ökonomie).

Vergleichen von Bauten mit gleicher Zweckbestinimung anhand von Beispielen aus verschiedenen Epochen.

Begriffe:
Konstruktion (z. B. Zug- und Druckspannungen, Biegebelastung, Torsionsbelastung, Armierung, Fertigteilbau); Baukörper, Fassade, Bauplan (Grund- und Aufriß).

Werkaufgabe baustatischs Funktionsmodell der Linzer Synagoge
Altersstufe,Lernvoraussetzung und hineinschreiben!

Der Bau der Linzer Synagoge kann ein Lernanlaß zur Umsetzung des Lehrplanes im Bereich Bauen/Wohnen und ein Medium für den Wirklichkeitstransfer sein.

Lehrplanbezug: 1. Klasse: Bauen - Wohnen - Umweltgestaltung:
Modellhaftes Lösen von Gleichgewichtsproblemen bei Massiv- und Gerüstbau (z.B. Mauerverbgand, Überdeckung, Bogen, Gewölbe, Auskragung, u.a.) Bauen unter Bedachtnahme auf Funktionen und Größenbezüge. Begriffe: Massiv-, Gewrüstbvau (z.B. Druck, Zug, Schub, Balken, Auflager, Bogen, Gewölbe, Mauerverband), Raumfunktionen (z.B. Haupt- und Nebenräume, Verkehrsflächen, Umraum)

Die Baugestalt der Linzer Synagoge ist überschaubar, daher können auch jüngere Schüler deren Baukonstruktion in elementarer Weise verstehen. Um dies zu erreichen bauen sie gemeinsam ein Konstruktionsmodell. Das wird zum sinnvollen Lernprozess, wenn:

Vorschlag zur Durchführung:
Zunächst versuchen die Schüler, sich nur mit Grund- und Aufrissen eine Vorstellung von der dreidimensionalen Gestalt des Bauwerkes zu bilden; erst wenn Schwierigkeiten auftauchen, bekommen sie Hilfe von räumlichen Abbildungen;
Die Schüler erarbeiten Vorschläge für die Werkstoffwahl, für die Fertigungstechniken und für die Organisation ihrer Arbeit;
Die Lehrkraft moderiert behutsam und gibt Impulse. Sie drängt aber Problemlösungen nicht auf - die Werkgruppe und der Lehrer diskutieren die Vorschläge und wählen die geeigneten aus. Die Schüler organisieren sich in Kleingruppen, von denen eine jede eine Teilaufgabe übernimmt:

Die Teilaufgaben sind unterschiedlich arbeitsintensiv, daher werden die Arbeitsgruppen nicht gleich groß sein;

Die Tätigkeiten in der folgenden Phase: Skizzieren und Zeichnen; Experimentieren mit Werkstoffen und dabei ihre Trageigenschaften erkunden; Fertigen, Anordnen und Fügen der Bauelemente; Stabilisierungsprobleme lösen; reflektorische Tätigkeiten wie: Begriffe mit Literatur ermitteln, über die bautechnischen Gegebenheiten sprechen, aufschreiben, sich auf ein Programm für den Lehrausgang einigen und festhalten, was jeder einzelne dabei tun wird;

Tätigkeiten, die beim Lehrausgang in Partnerarbeit ausgeführt werden: Orientieren mithilfe der Pläne, Dokumentieren durch Fotografieren, Zeichnen, Vermessen, Ausrechnen und schriftlich Festhalten, den Bauzustand beobachten, Setzungsrisse feststellen,dafür Begründungen vermuten und Aspekte für einen Bericht sammeln;
die Materialien des Lehrausganges werden mit dem fertigen Modell zu einer Ausstellung arrangiert.

Anregungen und Wünsche an: hab@mail.padl.ac.atWebmaster Astrid Leeb