| Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde Linz
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Von der Bethlehemstraße führt der Weg dreimal über Stufen hoch, denn das Tempelbauwerk ist auf ein künstlich angelegtes Plateau gestellt.
Dem entsprechend staffeln sich auch die Höhen innerhalb des Ensembles von rechts nach links: der Gedenkstein ist niedriger als die links davon lagernden Pavillons, über denen das Dach des Hauptraumes lagert.
Dieses bildet die oberste Ebene des Ensembles und ist eine nach oben offene Betonschale. Sechs graue Betonsäulen tragen es.
Die Wände stehen darunter, unabhängig davon, aber geschützt. Sie sind oben eingezogen und reichen nicht bis zur Dachschale. Den Abstand schließt ein umlaufendes Glasband.
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Außen heben die niedrigeren Baukörper den Hauptteil heraus, innen läßt der niedrige Zugang den Betraum höher und weiter erscheinen, als er ist. Manche Doppeldeutigkeiten lassen ihn geheimnisvoll, ja mystisch wirken: der Raumabschluß nach oben ist schwer, doch wegen des umlaufenden Glasbandes nicht lastend, die Betondecke ist dunkel, aber von oben gleitet indirekt natürliches Licht und dämmert dem Boden zu aus.
Sobald das Auge angewöhnt ist an das Dunkel, nimmt es den Altar, die Sitzbänke, die Wandmalereien von Fritz Fröhlich sowie die Terrakottaleuchter und die Ampel von Arno Lehmann wahr. Um den Altarbereich reflektiert ein Boden aus weißem Marmor matt das Licht.
ARCHITEKT ING. FRITZ GOFFITZER
Gedanken zum Bau der Synagoge
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